"Garantiert Diätfrei! Woche für Woche zum Wohlfühlgewicht" | Kurseinheit 04 | Dauer: k. A.

Trick für neue Gewohnheiten

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“Den inneren Schweinehund geschickt überzeugen.”

Entscheidungen: Du hast die WAHL

 

Aristoteles sagte einst: “Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel anders setzen.” Und genau das ist es, was Du gerade tust. DU setzt die Segel. Du hast mit Hilfe Deines Zufriedenheits-Check-Up genau erforscht, wo es Handlungsbedarf gibt und was Du unternehmen kannst, um Deine allgemeine Zufriedenheit zu stärken.

Doch was ist eigentlich der Grund dafür, dass wir manche Dinge im Leben nicht ändern, obwohl wir doch ganz genau wüssten, dass Sie uns gut tun würden? Wieso fällt es einem so schwer seinen “guten Vorsätzen” treu zu bleiben?

Wie bereits im letzten Kursvideo erwähnt, bedeuten veränderte, neue Verhaltensweisen für Dein Gehirn anfangs einen größeren Aufwand als eine altbekannte Gewohnheit.

Du kannst Dir Gewohnheiten wie eine tiefe, fest eingefahrene Ackerfurche vorstellen, über die Du Jahr ein Jahr aus mit Deinem Pflug entlang gefahren bist. So lange, bis es irgendwann wie von alleine ging die Spur zu halten.

Nun möchtest Du jedoch ganz knapp daneben eine neue Furche anlegen, eine neue Gewohnheit. Die erste Zeit bist Du noch total motiviert und voller frischer Energie. Es klappt gut die Spur zu halten. Doch nach 1-2 Wochen wird es etwas “Stürmisch” im Leben und Deine Kraft geht aus, weil Du zeitgleich noch ganz schön viel “Gepäck” mit Dir rumschleppst – Verpflichtungen, Aufgaben, vielleicht auch Sorgen. Und so passiert es, dass Du plötzlich wieder in Deine alte Furche, in Deine altbekannte Gewohnheit abrutscht – obwohl Du Dir doch so fest vorgenmommen hast, endlich die neue Spur tief einzufahren, um irgendwann die prächtige Ernte zu genießen.

In Deiner heutigen Einheit erfährst Du, wieso Dir das passiert und was Du tun kannst, um es Dir einfach leichter zu machen. Nachfolgend zeige ich Dir einen Trick, wie Du Deinen inneren Schweinehund überzeugst.

ZITAT des Tages
Wir können den Wind nicht ändern,

aber wir können die Segel anders setzen.

[Aristoteles]

Kurzfristiger oder langfristiger VORTEIL?

Möchtest Du künftig nicht mehr unbewusst einer ungünstigen Gewohnheit nachgehen, musst Du Dich in der entsprechenden Situation jedes Mal ganz bewusst für Deine neue Verhaltensweise entscheiden – so lange, bis Du irgendwann nicht mehr groß darüber nachzudenken brauchst.

So weit so gut, die Krux an der Sache ist jedoch, dass Entscheidungen, die Dir langfristig einen Vorteil bringen würden (z. B. mehr Gesundheit, Fitness oder Zufriedenheit mit Deinem Gewicht), kurzfristig oft erst einmal einen Nachteil für Dich bedeuten können (z. B. Anstrengung, Verzicht, etc.).

Du wägst also – meist unbewusst – in jeder Situation ab: Welche Vor- und Nachteile hätte meine Entscheidung langfristig, vor allem aber kurzfristig für mich?

Beobachte einfach mal selber, in welchen Situationen Du Dich für den kurzfristigen Genuss bzw. Vorteil entscheidest, obwohl er Dich von Deinem langfristig ersehnten Vorteil abbringt. So zum Beispiel ein ungehaltener Naschabend (= kurzfristiger Genuss, Vorteil) statt einer kleinen Portion Nascherei zum Nachtisch (= langfristiger Vorteil, aber kurzfristiger Nachteil, Verzicht).

Auch eine wichtige Entscheidung vor Dir herzuschieben, kann einen kurzfristigen Vorteil für Dich bedeuten, weil Du DIr dann nicht den Kopf darüber zerbrechen musst (= kurzfristiger Nachteil wird vermieden).

Oder Du tust anderen Menschen ständig einen Gefallen, obwohl Du Deine Zeit eigentlich mehr für Deine eigenen Bedürfnisse nutzen wolltest. Doch wenn Du “Nein” zu Deinem Gegenüber sagen würdest, hättest Du das Gefühl, Dich rechtfertigen zu müssen (= kurzfristiger Nachteil wird vermieden). Es stattdessen einfach schnell zu erledigen, schenkt Dir auf den ersten Blick ein positiveres Gefühl.

Wie sieht es aber dann langfristig mit Deiner Selbstfürsorge aus, wenn immer ein anderer “wichtiger” ist als Du selber (= langfristiger Vorteil gerät aus dem Blickfeld)?

In die Praxis – ÜBUNG:

Wann würde es sich lohnen, kurzfristig einen Nachteil in Kauf zu nehmen, um langfristig die Früchte dieser Entscheidung zu ernten?

Wann möchtest Du Dich künftig bewusst gegen die eingefahrene, bequeme, aber eben langfristig leider ertraglose Ackerfurche entscheiden und stattdessen voller Vorfreude Deine neue Spur einfahren?

Auch wenn es nicht immer klappt, feiere jede bewusste Entscheidung in Richtung Deiner langfristigen Ziele als Erfolg und freue Dich darauf, dass es immer leichter und leichter gelingen wird.

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Übung:

Vervollständige bitte nun folgende Satzteile: (Schreibe den Satz auf ein separates Blatt Papier und bewahre ihn gut sichtbar in Deinem Zuhause auf):

Zukünftig möchte ich, wenn(Beschreibe eine typische Situation, die oft passiert, z.B. wenn es draußen eigentlich zu schlechtes Wetter für den Spaziergang hat)

folgendes tun: (z.B. mich warm genug anziehen und meinem Körper trotzdem diese Aktivität gönnen).

Weil es diese kurzfristigen und/oder langfristigen Vorteile für mich hat: (z.B. mit jedem Spaziergang gönne ich mir “Zeit für mich”, frische Luft hilft mir beim Abschalten, ich möchte fitter werden, um beim Wandern mithalten zu können, etc.).

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Lies Dir Deine Notiz regelmäßig durch, z. B. jeden Morgen, bevor Du aus dem Haus gehst – vor allem aber immer dann, wenn Du in die entsprechende Situation gerätst. So kannst Du Dich stets an Dein Vorhaben erinnern und Deinen inneren Schweinehund mit „bewusster Weitsicht“ einfach austricksen.

Viel Erfolg beim Gewohnheiten verändern und denke immer daran: Deine Ziele sind es wert, sich “richtig” zu entscheiden!

Alles Gute und bis zum nächsten Mal,

Deine Karima Stockmann

Thema der nächsten Kurseinheit:

“Flow Food & Frischekick.”

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